3 Monate Stille?
Mitnichten...
Es zeigt sich, dass ich kein klassischer Blogger bin. Zu vieles fordert zu viel und dann ist da noch die Vielfalt der "sozialen" Formate. Ist vielleicht ein Reboot nötig? Oder eine Fastenkur? Ich mache mir da so meine Gedanken.
Und mitten in die tosende Stille hinein wird mein account gehackt....
Aber eins nach dem anderen!
Mein letzter Post stammt aus dem September. Ungläubig reibe ich mir die Augen, das war dann also mal ein ganzes Quartal! Und es fühlt sich eigentlich und tatsächlich wie ein viel längerer Zeitraum an, wenn ich betrachte, wie ich mich im September gefühlt habe und wie jetzt (nicht unbedingt schlechter, aber so gänzlich anders in so vielen Bezügen...)
Mein Blog ist kaum mehr als ein Schlüsselloch. Das Unerzählte, das Ungeteilte: das passt da garnicht rein, und ich habe auch keinen Drang hier alles zu thematisieren. Durchs Schlüsselloch kann dennoch einiges erzählt werden, den Rest muss man sich denken.
Was war denn jetzt der Grund für die Pause ? Die einfache Version lautet: das pralle Leben: Familie, der Job, die Musik, Reisen, die Gemeinde,...und der Job. Erwähnte ich schon? Ah ja....
Wie reich so ein Quartal an Eindrücken und Erlebnissen sein kann wird in der Rückschau offenbar: ich sitze und staune, kann garnicht fassen, was mir da alles geschenkt wurde, wovon ich Teil sein durfte, was ich gestalten konnte, wen ich getroffen habe,.....
Ein wundervolles Freundestreffen in Berlin, Probenarbeit in einem Pfälzer Kloster, open Air Konzerte mit der Bigband, ein neuer wunderbarer Leistungskurs Musik, traumhafte Auszeit mit Familie an der Mosel, eine außergewöhnlich inspirierende Geburtstagseinladung ins französische Jura mit Zeit für Freunde, Bikepacking nach Dijon, die Idee zu einem Jubiläumssong für meine Schule und die Uraufführung auf den großartigen Bigband-Konzerten im November, ein vielfältiges Gemeindemusik-Konzert mit tollen Menschen, die alle einfach gern musizieren und Gott dankbar sind, das beglückende SacredJazz-Ensemble, mit dem ich wirkliche Advents-Musik gestalten und aufführen darf, ein inspirierendes Pfarrer-Ehepaar, das mich als Kirchenmusiker kreativ herausfordert, eine verantwortungsvolle Arbeit als Vertrauenslehrer mit einer bewundernswert engagierten Kollegin, eine neue Klasse 5, die mir in jeder Stunde so viel an Freude und Neugier vermittelt, das es einfach ansteckend ist, die herausfordernde Projektarbeit mit meiner podcast-Redaktion, die am Ende immer eines ist: eine richtig gute Erfahrung abseits vom Unterricht, .ein Jubiläumstreffen mit meinem Abijahrgang in der Heimat, das so viel gute Erinnerungen, Begegnungen und Emotionen schenkt, das es wochenlang nachwirkt,.......die Liste geht noch weiter, aber es passt eben nicht alles durchs Schlüsselloch.
Man muss zurück blicken und staunen. Man muss das regelmäßig tun. Und schließlich führt es dazu dass man manches erst versteht. Ich habe hier keine Liste mit den ernüchternden Momenten, den Ärgernissen, den beängstigenden Dingen des Alltags geführt. Manches davon verliert schneller an Gewicht als man denkt. Anderes findet später eine Balance . Und manches braucht Zeit.
Ich habe auch nicht ergänzt was die gesellschaftlichen, politischen,. globalen Ereignisse mit mir machen. Manches davon passt sowieso durch kein Schlüsselloch, anderes kann ich "sein lassen", anderes ertrage ich und kann ggfs. etwas dagegen halten. Ich glaube, auch hier sind die vergangenen 3 Monate eine Überdosis, die man filtern muss um nicht daran zu kollabieren.
Dies ist kein politischer Blog, dies ist auch kein Tagebuch. Ich teile dennoch gern Fragmente meines Alltags mit euch.
Aktuell steht wieder etwas Defragmentierung an. Sortieren, Priorisieren, Orden, Bewusst machen.
Das Jahr 2024 beschließe ich daher ganz entschleunigt mit der Erfahrung, dass irgendein Bot oder Troll oder Hacker meine Mailadresse zerstört und mein instagram -Profil gehackt hat. Und wozu? Nur um 3 völlig sinnfreie Posts abzusetzen. Ich schaue ohnmächtig zu und muss mit der Beschädigung umgehen. C'est la vie.
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