Wir schreiben das Jahr 1993, zwei Freunde sitzen gemeinsam am Klavier. Der eine hat für seine Freundin eine ganz besondere Überraschung geplant: sie soll ein Liebeslied von ihm erhalten: der Text ist bereits geschrieben, jetzt soll ein Song draus werden und so hat er seinen Freund um die Musik gebeten. Ideen werden ausgetauscht und dann macht sich der andere an die Arbeit und schreibt die Musik. Der Song wird nicht nur ein Herzensgeschenk, sondern er beschäftigt dann auch die Band der Freunde und gelangt 1994 zur Aufführung auf dem Schulfest.
Die Jahre gehen ins Land , die Schulzeit endet und im Studium verliert sich neben der alten Schulband auch die Liebe, die den Song inspirierte. Das Notenblatt, auf dem er stand vergilbt in einem Ordner und wird vergessen.
Doch die Freundschaft überdauert und so kommt eines Tages die Band wieder auf ihr altes Programm zu sprechen ("Die Bäääänd!")
...und nach und nach rücken die alten Songs ins Bewusstsein.
"Angel" wirkt als Song jetzt nach all den Jahren noch immer wie eine kleine Perle. Mit den Möglichkeiten, die ich heute besitze, den Song zu produzieren, fühle ich mich herausgefordert: was für ein Unterscheid nach über 30 Jahren..... Und so gehe ich erneut daran, eine Version zu produzieren, diesmal ohne die Band, aber in Gedanken .....
Das Update
Die neue Version von "Angel" hat eine komplett neue Instrumentierung bekommen (das Original war bewusst reduziert auf Piano+vocals):
ich hatte Lust, eine klassische Note zu setzen: man hört jetzt solistisch meine Fossati Oboe und auch einen 2stimmigen Oboensatz im Chorus, außerdem in der Bridge eine Harfe und hier und da einen Streichersatz. Einen kleinen Percussion-Satz habe ich eher dezent eingesetzt um im Chorus mehr groove zu haben, außerdem als "special" einen Gong . Den alten "Chorsatz" habe ich jetzt dreistimmig eingesungen zu den Solo-Vocals . Für einen silbrigen Klang hört man im Intro und Outro eine Celesta,....usw. Der orchestrale Sound macht aus dem Song nochmal mehr eine leicht epische Anmutung und das führt uns zum "Art Work":
hier steht dem handgemachten und künsterischen Anspruch der Musik schnöde KI.Kunst gegenüber. Sorry for that, aber ein wenig Kitsch muss manchmal sein. Und wenn man hört: "we are flying" , "bathing under rainclouds",...dann mag eine Fantasy-Landschaft wie in Mittelerde vielleicht sogar passen. Wir haben darin, zumindest in Büchern, gelebt.
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