2026 - Ausblicke


Im Winter kommen immer diese Abende, wo ich in eine Decke eingewickelt, die Teetasse zur Hand in meinen Karten, Fotos und Reiseerlebnissen stöbere...Die Momente, in denen ich realisiere, wie reich mich diese Reisen an Bildern, Erinnerungen, Erfahrungen, Gefühlen und Erkenntnissen machen. Ein Schatz, der jedes Jahr wächst und mich motiviert weiter Wege zu fahren und zu gehen.

Das Jahr 2025 war geprägt durch die 5-Flüsse-Tour in Franken, eine Rundtour um den Pfälzer Wald und vor allem natürlich durch meine "Tour de Manche", die mich um und über den Kanal durch Südwestengland, die Bretagne und die Normandie geführt hat.

In diesem Jahr wende ich mich in zwei Touren erneut historischen Wegen zu. Das Motto habe ich der ersten Strophe des Deutschlandliedes von Hoffman v. Fallersleben entnommen, der deutsche Kultur (Sprache) in regionalen Grenzmarken des 19.Jahhunderts definierte. Eine ferne, historisch inzwischen mehrfach gebrochene Landkarte, die spannende Einblicke ermöglicht. "Von der Maas bis an die Memel" heißt es da. und in diesem Jahr möchte ich diesen Regionen bewusst begegnen, mit dem Fahrrad. Zunächst- mit einer kleinen Tour -begebe ich mich an die Maas, von Maastricht bis nach Rotterdam. Bekannt ist mir das Gewässer bislang nur aus Verdun, wo sie "Meuse" heißt, jetzt nehme ich ihren Lauf an der belgisch/niederländisch-deutschen Grenzregion auf.

Für den Sommer plane ich eine große Radreise durchs Baltikum. Verschiedene Themen möchte ich hier unterbringen: das "boreale" Europa, die Grenze zu Russland, baltische Kultur, Ostsee-Küste, Das Memellland und die Kurische Nehrung, das vergangene Ostpreußen, die "Suwalki-Lücke" und der Weg nach Danzig. Das könnte eine ziemlich lange Tour werden, starten möchte ich in Tallinn, das ich bereits von einer Schulfahrt kenne.

Mehr noch als die Maas-Tour wird die Reise an die Memel (und darüber hinaus) eine faszinierende Beschäftigung mit alten Spuren deutscher Geschichte. Ich studiere bereits in mehreren Büchern die Geschichte Memels, Ostpreußens und des Deutschordens. Ich möchte vor die Brüche des 20.Jahrhunderts blicken, die natürlich unsere heutige Realität bestimmen,

Zwei Reisen, zwei alte Grenzregionen, wundervolle Natur, andere Sprachen und Kulturen, aktuelle Brisanz und weite Himmel und Meere.... ich freue mich auf 2026. Hier erfahrt ihr alles weitere....

Die Memel

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