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Maas-Route 5/6: Dordrecht- Rockanje

Titel verdient ?!
Titel verdient ?!

Freitag, 10.April

"POD"
"POD"

In Städten wie Dordrecht ist das Preis-Niveai für Hotels galaktisch hoch, und wenn man als Bikepacker nur das Nötigste braucht ist die Auswahl an Hostels schnell sehr überschaubar

Hier in Dordrecht gibt es eine wirklich smarte Lösung: das Stadskloster, so eine Art "Stadtmission", die ein klei es Restaurant betreibt und ein Hostel. Man bucht hier ein "Pod" im Schlafsaal. Ein Pod ist nicht mehrmals eine 2qm Tiefe Kohe, die man mit Schließfach und Vorhang zu seiner Nachtstatt machen kann. Zuerst denkt man, in seinen eigenen Sarg und krabbeln, aber letztlich ist es etwas mehr wie ein 1-Personen-Zelt.mit gescheitert Matratze, Licht und Strom, WLAN inkl.- Die Duschen sind d sehr sauber und es ist wirklich ruhig. Also: gute Lösung!

Als erstes nach dem Aufstehen war ich in der hauseigenen "Kapelle", wo ein NordStage steht, und hab etwas musiziert. Wunderbar! Nur an solchen Orten findet man sowas, (hab einen kurzen Post bei insta gesetzt.)

Jetzt Frühstück im gemütlichen Saal ....Alles gut, nur das Wetter hat seit gestern Abend einen Knick. Wolken und 10°C, wenn ich Glück hab, kommt nachher noch etwas Sonne durch.

Kapelle
Kapelle

Hostel Network
Hostel Network

Dordrecht


Onze-Lieve-Vrouwekerk
Onze-Lieve-Vrouwekerk

Die Liebfrauenkirche im Stile der Brabanter Gotik ist eins der sakralen Highlights meiner Reise.

Man zahlt 4,-€ und ist erfreut, einen Kirchraum zu betreten, def keinen Sportparcours oder ein Einkaufszentrum enthält...

Hohe Hallen, wunderbare Deckenverzierungen, Fenster und kunstvoll diverse gestaltete alte und neuere Kapellen.

Nicht so überladen, wie die gotischen Schwesterbauten etwa aus Frankreich, verweist die Liebfauenkirche auf eine wohlhabende Bürgerschaft..Auf dem Fußboden läuft man alle paar Meter über Grabtafeln braver und vor allem wohlhabender Händler und  Potentaten, die sich dies  haben  schlagen lassen.



Alt Dordrecht
Alt Dordrecht
Molen Molen Molen
Molen Molen Molen

Und dann begegne ich meinem Endgegner: Gegenwind! Die ganze Etappe wird ein Kampf und obendrein ist es kalt geworden.Der Start in Dordrecht war jedoch knorke: was für eine spannende Stadt! Kulturell, Politisch, Religiös, wirtschaftlich,,? Hier war mal ein brummendes T

Zentrum. Und heute? Tourismus, aber hallo: ein cleanrs Image, die zweitgrößte Stadt der Niederlande und jung&dynamisch. Schmerzhaft wieder zu sehen, dass aus Kirchen Einkaufsläden, Möbelstores und Outdoorläden geworden sind. Was würden wohl die Reform-Protestanten des 17.Jh.s dazu sagen? Hier in Dordrecht hat auch mal das Religiöse Herz der Niederlande gekocht: eine entscheidende Synode hat hier etwa stattgfunden....wie sich die Zeiten ändern. Heute ist nicht einmal das dort behandelte Thema noch verständlich zu vermitteln ("Remonstranten")

Nachdem ich Dordrecht erkundet habe geht es an der "Oude Maas" (so heißt sie jetzt wieder) entlang: bis zum FlussUfer ist es aber erstmal ein Irrgarten der Verbindungen...

Auf dieser Etappe ist es mit der Idylle nicht mehr so leicht: natürlich durch die Industrie  das dichte Wegenetz und so genieße ich Momente der Flussnähe.

Eine Fährüberfahrt bringt mich auf einem sympathischen Kahn auf die rechte Seite der Oude Maas,wo ich ihr bis zu einer gewaltigen Hebebrücke folge: der Gegenwind nötigt mir mehr Energie ab und die niedrige Temperatur veranlasst mich, die Regen/Windhose anzuziehen. 

Auf eem Brückenkopf angekommen heben sich die gewaltigen Flügel mechanisch in die Höhe, vor den roten Ampeln hat sich ein ordentlicher Stau aufgebaut, auch viele Radler stehen schon. Dann beobachten wir wie 4 riesige Hochausgroße Terminal-Schiffe voller Container durch die Brücke fahren.Aus beiden Richtungen...

Als sich die riesigen Flügel herabsinken, stehe ich unter bestimmt 50 Radfahrern und warte ungeduldig auf grün. Der Verkehr fließt bald wieder und auf der anderen Seite bemerke ich, dass ich hier Abschied von drr Oude Maas nehme: si h wird si h mit der Nieuwe Maas vereinigen und dann (wieder unter anderem Namen) in die See münden.

Apropos See: ich Ziele heute auf meine Mündung an der See, allerdings mit Strand. Dafür folge ich ab jetzt einem Kanal und werde den ätzenden Gegenwind nicht los. Am Kanal fühlte sich jetzt auch etwas "künstlich" an, kein Flussradweg...Ich bin verwöhnt! 

Erst in Brielle treffe ich nochmal auf eine wirklich bemerkenswerte Festungs-Stadt mit toller Architektur und spannender Geschichte. Ich lasse mir gegenüber dem Stadthuis eine Suppe schmecken, die mich innerlich wieder auf Wohlfühlniveau bringt. Durchs Fenster sieht man das Standbild einer älteren Dame , die den Arm hebt : es ist die Königin der Niederlande Wilhelma. Welch ein Kontrast zu den sonstigen Heldenposen der Ritter, Feldherren...Ich muss schmunzeln: das ist sympathisch!

Brielle, dass eine erstaunliche Sint Catharinen-Kirche besitzt ("Brabanter Gotik") , riesig in der Höhe  kurzes Längsschiff (nicht fertig gestellter Entwurf), lasse ich dann im Bewusdtsein hinter mir, auf dem Nordsee-Weg zu fahren. Nicht weit weg von der Maas, 10km entfernt mache ich Quartier hinter den Dünen der Nordsee, un Rockanje.Riesiger Sandstrand und die weite See...


Auf zur See
Auf zur See

Brielle

Wilhelma in Brielle
Wilhelma in Brielle

Rokanje

Mocktail
Mocktail

Da ich zeitig eingetroffen bin (ca.18h) werfe ich erstmal alles ins Appartement und wandere an die Dünen zur See. Ich habe das Meer weder kommen sehen noch gerochen. Wie schön, der Moment wenn es in Sicht kommt. Ich laufe im Sand, lasse die Drohne steigen und genieße die sanfte Wellenbrandung. Fast eine Badewanne hier....

Und die Sonne zeigt sich auch nochmal kurz....perfekt! Ich vergesse ganz die Zeit und komme fast zu spät zum Abendessen.

In der Ferne konnte man die Terminals der Maasmündung sehen: mein morgiges Ziel....

Nach dem eher spärlichen Bett gestern Nacht  erwartet mich heute ein komfortables Dünenhotel mit Deluxe-Bett. Man muss auch mal gönnen....sich




BADHOTEL
BADHOTEL
Etappe 5
Etappe 5

72,5 km

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